50. Potsdamer Psychotherapie-Tagung 2026

50. Potsdamer Psychotherapie-Tagung 2026

Brandenburgische Gesellschaft für Psychotherapie,
Psychosomatik und Medizinische Psychologie e. V.
www.bgp-potsdam.de
Buchverkauf: Script-Buchhandlung Potsdam-Babelsberg

Krise und Neubeginn

12. und 13. Juni 2026
im Avendi-Hotel am Griebnitzsee
(nahe S-Bahn-Station Griebnitzsee)
Rudolf-Breitscheid-Straße 190, 14482 Potsdam-Babelsberg

und als Hybridtagung über Zoom.


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Die Potsdamer Psychotherapietagung 2026 wird eine besondere sein: die 50ste (!). – Und die Fünfzig ist in schnelllebigen Zeiten schon mal eine stolze Zahl. Das muss Anlass sein für Rückblick und Ausblick, wofür wir mit Dieter Seefeldt sogar noch jemanden befragen können, der die damalige Regionaltagung mit aus der Taufe gehoben hat. Der beim ersten Neubeginn dabei war und den zweiten Neubeginn noch begleitet hat und der auch von Krisen der Entwicklung berichten kann. – Auch dem Nachwuchs werden wir wieder Gelegenheit bieten, eigene Forschungen und Perspektiven zur Diskussion zu stellen.

Rückblick und Ausblick: Beides ist unverzichtbar in der Therapie, die ja nicht im Leiden und Klagen steckenblei-ben soll. Sie muss vielmehr den Blick wieder weiten, auf mögliche Lösungswege, aber auf die Ursachen der Krise. Krisen, die oft in Phasen der Einsamkeit führen und damit in die Angst, verloren zu sein. Denn Krisen heben bisherige Sicherheiten aus den Angeln, oder machen das Vertraute und Normale fragwürdig. Im therapeutischen Dialog oder der therapeutischen Gruppe wird die Isolation überwunden, auch das hoffnungslose Kreisen der Gedanken. Doch Enttäuschungen sind zu durchleben, vor allem die, dass ein „weiter so“ nicht mehr geht. Um dem Leiden zu entgehen, braucht es Mut und Ideen, sozialen Rückhalt und Identifizierung: Kurz gesagt, es braucht oft einen Neubeginn.

Wir werden vom Anfang und vom Ende des Therapeutenlebens hören, auch vom Stabilisieren und vom Mobilisieren in der Krise. Wie der Weg zur Weiterentwicklung (zum „Progressiven“) auch durch das Regressive führen muss, wird zu besprechen sein – und welche Rolle die Träume und das Begehren dabei spielen.

All das ist nicht nur therapeutisch relevant. Denn nach 50 Jahren steht demnächst auch unsere Tagung wieder vor einem Neubeginn…

Seien Sie uns herzlich willkommen!

Freitag, 12. Juni 2026

16.30    Mitgliederversammlung der BGPPmP
18.00    Klemens Färber: Einführung 1 und Moderation
18.15    Dieter Seefeldt und Stephan Alder: 50Jahre Potsdamer Psychotherapie-Tagung – Geschichte eines integrativen Konzepts
19.05    Christoph Türcke: Gefürchtete und ersehnte Einsamkeit
19.50    Luciana Degano-Kieser: Neubeginn in den 1970ern: Psychiatrie-Reform in Europa, anschließend Diskussion
21.15    Musikalischer Ausklang mit Christopher Mahlstedt & Co. auf der Hotel-Terrasse

Samstag, 13. Juni 2026

09.15    Stephan Alder: Einführung 2 und Moderation
09.30    Roman Lesmeister: Neubeginn oder erst einmal aufhören können? Nachdenken über therapeutische Orientierungen
10.15    Janine Sigulla: „NachTRaum“:Träume öffnen (Gruppen)-Räum
11.00    Klemens Färber: Regression als Brücke zum „Progressiven
11.45    Diskussion
12.30 – 13.45 Mittagspause
13.45    Stephan Alder:Jenseits der Isolation – Gruppenerleben als Neubeginn
14.15    Frank A. Horzetzky: Krise und Neubeginn: Motor therapeutischer Prozess
15.10 – 15.25 Paus
15.25    Florian Schluckebier: Ohne Krisen geht es nicht?
16.00    Michael Froese: Das Dilemma des Abschieds. Wie Scham das rechtzeitige Beenden unseres Berufes erschwert
16.40   Abschlussdiskussion: (K. Färber, S. Alder) – bis 17.15 Uhr

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